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Demenz Konzept Was ist Demenz? Demenz Konzept
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Die Anzahl der Demenzkranken steigt sprunghaft an. Mit Demenz wird ein fortschreitender Gedächtnisverlust, Verlust der Orientierung, des Denkens und der Sprache bezeichnet. Viele dementiell Erkrankte weisen starke Verhaltensauffälligkeiten auf, die die Pflege und Betreuung sehr stark erschweren. Diese Veränderungen können sein: ziellose Geschäftigkeit, Unruhe, Weglaufen, Panikanfälle, Aggressivität, Störungen im Tag- und Nachtrhythmus. |
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Kriterien
Von Demenz spricht man, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:
- Verlust intellektueller Fähigkeiten (...), so dass der Erkrankte den Anforderungen in Beruf und/oder Alltag nicht genügt.
- Gedächtnisstörung
- Störung des abstrakten Denkens, der Urteilsfähigkeit, Aphasie (zentrale Sprachstörungen), Apraxie (Störung im Ausführen von willentlichen Bewegungen oder Handlungen), Agnosie ( Verlust des Verständnisses für Ausdruck und Ton), Persönlichkeitsveränderungen
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Formen
Die am häufigsten auftretende Form (fast 60 % aller Fälle) ist Morbus Alzheimer, die zweit häufigtse Form die vaskuläre Demenz (mit ca. 16%). Im Folgenden soll kurz der Verlauf der Alzheimer Krankheit skizziert werden, um die Situation der Erkrankten, der Angehörigen und der Pflegenden klar zu machen:
Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um einen nicht umkehrbaren Dege-nerationsprozeß des Gehirns - die Gehirnzellen sterben schneller ab als es normalerweise der Fall ist. Der Verlauf der Demenz des Alzheimertyps ist gleichbleibend, schleichend und schreitet langsam aber stetig fort. Man unter-scheidet drei Stadien:
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Stadien
Im Frühstadium kommt es zum Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Dabei treten Verhaltensauffälligkeiten auf wie Apathie, Verunsicherung, Ängstlichkeit, Aus-drucksschwierigkeiten, Abnahme des Denk- und Urteilsvermögens sowie der Orientierungsfähigkeit.
Im mittleren Stadium treten deutliche Sprachstörungen, Wiedererkennungs-, Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen auf. Der Abbau betrifft vor allem Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, das Langzeitgedächtnis bleibt viel länger erhalten, so dass es zum Beispiel Probleme bereitet die eigene Türe zu finden, die angeschaltenen Herdplatten wieder abzustellen etc., hingegen aber in der Jugend erworbene Fremdsprachenkenntnisse, Fähigkeiten, Lieder etc. lange abrufbar bleiben.
Im fortgeschrittenen Stadium sind alle intellektuellen Fähigkeiten stark be-troffen. Es stellt sich Urin- und Stuhlinkontinenz ein sowie zunehmende körper-liche Immobilität. Der schleichende intellektuelle Abbau führt im Verlauf von etwa 5 - 10 Jahren zur Sprach- und Bewegungslosigkeit und zur Schluckunfähigkeit.
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Verbreitung
In den industrialisierten Ländern machen Alzheimer-Kranke etwa zwei Drittel der Langzeitpatienten aus; 15-20 % der über Achtzigjährigen leiden daran. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter steil an. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die Gefahr dementieller Erkrankungen nimmt rapide mit dem Lebens-alter zu. Die Auftretenswahrscheinlichkeit (Prävalenz) beträgt im Alter von 60 ca. 3% und verdoppelt sich im Alter zwischen 65 und 80 etwa alle fünf Jahre
Zur Zeit leiden in Deutschland etwa 1 Million Menschen an mittelschwer und schwer ausgeprägten Demenzerkrankungen. Da die Zahl der alten Menschen in den nächsten Jahren zunehmen wird, werden im Jahre 2005 etwa 1,2 Millionen Menschen betroffen sein.
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